Idee der Grünen: Begegnungszone

Unter dem Motto „Dorf findet statt - Dorf findet Stadt“ denken die Hietzinger Grünen derzeit über eine Begegnungszone in Alt-Hietzing nach.

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Foto: Die Grünen Hietzing

Idee der Grünen: Begegnungszone

09.10.2015

„Gemeinsam mit den BewohnerInnen möchten wir die Lebensqualität in unserem Bezirk noch besser gestalten: mehr Raum für uns Menschen und unser Leben. 2025 kann Hietzing anders aussehen. Unter der Prämisse „Dorf findet statt - Dorf findet Stadt“ können wir gemeinsam mit Ihnen Alt-Hietzing den Flair eines Ortskerns in einem urbanen Umfeld zurückgeben“, so der Hietzinger Klubobmann der Grünen, Johannes Stöckler.

Gemeinsam mit einem Verkehrsplaner der Technischen Universität wurden verschiedene Konzepte erarbeitet, wie sich die Mobilität in Hietzing verbessern könnte. Dabei ist es dem Team gelungen, eine große Anzahl von Varianten zu erarbeiten, die FußgeherInnen und RadfahrerInnen unter Aufrechterhaltung der Fließgeschwindigkeit des motorisierten Individualverkehrs mehr Raum bieten können.

Begegnungszone Hietzinger Hauptstraße und Altgasse

Johannes Stöckler: „Laut der Studie des Verkehrsexperten der TU Wien kann die Hietzinger Hauptstraße bzw. die Maxingstraße zwischen Anna-Strauss-Platz, Altgasse und Parkgarage Hietzing als Begegnungszone gestaltet werden. Dabei kann die Durchfahrt für den öffentlichen Verkehr und RadfahrerInnen möglich bleiben. Auch die Zu-/Abfahrt für AnrainerInnen und Lieferverkehr und zu Parkgaragen bleibt aus Richtung Kennedybrücke garantiert.“

Frage: Und wie soll das funktionieren?

Johannes Stöckler: „Die Studie, die wir Hietzinger Grüne in Auftrag geben haben, legt mehrere Möglichkeiten von Einbahnumdrehungen vor. Durch diese Neuregelungen kann nicht nur der Ausweichverkehr gelenkt werden, sondern auch eine Verkehrsberuhigung in den Wohngebieten erreicht werden. Bisher war die Heitzinger Hauptstraße im Abschnitt von der Kennedybrücke bis zum Anna-Strauß-Platz die Haupteinfahrt für den motorisierten Individualverkehr in unseren Bezirk. Durch unsere vorliegenden Konzepte wird dieser Verkehr auf höherrangige Straßen umgeleitet, ohne einen merkliche Fahrtzeitverlängerung zu verursachen.“

Eine Chance für die Kennedybrücke

Johannes Stöckler: „Seit gefühlten Ewigkeiten steht eine Neugestaltung der Kennedybrücke im Raum. Wird der Verkehr nach den Empfehlungen der Verkehrsexperten neu organisiert, bieten die neuen Verkehrsflüsse bisher ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten bei der Kennedybrücke, dem „Tor zu Hietzing“. Beinahe alle bisher von den HietzingerInnen an die Politik herangetragenen Wünsche können dabei Berücksichtigung und Umsetzung finden.“

Frage: Ist der Parkplatzverlust den AnrainerInnen und der Wirtschaft zumutbar?

Johannes Stöckler: „Auch für diese Frage gibt die vorliegende Expertenmeinung eine klare Antwort: Bestehenden Garagen können noch besser ausgelastet werden. Weiter Entlastung vom bereits vorhandenen Parkplatzdruck kann durch die Einführung der Parkraumbewirtschaftung mit dem Parkpicklerl und AnrainerInnenparken im Wohngebiet erreicht werden, so dass mit den von uns vorgeschlagenen Maßnahmen sogar endlich genug Parkplätze den AnrainerInnen, sowie deren BesucherInnen zur Verfügung stehen. Und VerkehrsexpertInnen sind sich einig: Die Wirtschaft profitiert erwiesenermaßen von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen.“

Frage: Wird der Verkehr in die Wohngebiete verdrängt?

Johannes Stöckler: „Nein. Dank der Vorschläge zu den Begleitmaßnahmen aus der Studie wird der Durchzugsverkehr durch Alt-Hietzing großräumig umgelenkt.“

Frage: Sind Straßenbahnen und Busse in Begegnungszonen nicht zu gefährlich?

Johannes Stöckler: „Nein. Weltweit verkehren Straßenbahnen und Busse in Begegnungszonen ohne Unfallhäufungen, z.B. auch in Graz.“

Frage: Ist das nicht zu teuer?

Johannes Stöckler: „Das Ergebnis der Studie hat uns selbst überrascht. Weil hauptsächlich nur in die Verkehrsführungen eingegriffen werden muss und nur wenige bauliche Adaptierungen nötig sind, halten sich die Kosten stark in Grenzen. Genaue Einschätzungen können aber nur durch Ergebnisse von BürgerInnenbeteiligungsverfahren abgegeben werden.“

Frage: Und wer entscheidet darüber?

Johannes Stöckler: „Sie, liebe Hietzingerinnen und Hietzinger! Wir laden Sie dazu ein, in den kommenden Jahren die erarbeiteten Varianten und Konzepte mit uns zu besprechen. In umfangreichen BürgerInnenbeteiligungen wollen wir Ihnen die Entscheidungen überlassen, welcher „Vision Hietzing 2025“ Sie sich anschließen möchten.“


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13.10.2015, 14:14

Liebe Hietzinger Grüne Danke für den erneuten Vorstoß. Sicherlich würde Hietzing eine Neugestaltung dieses Bereiches sehr, sehr gut tun. Leider ist der Inhalt dieser Studie aus der hier vorliegenden Beschreibung kaum nachvollziehbar. Entsprechend die Behauptungen nicht prüf- bzw. widerlegbar. Wäre es mir als interessiertem Anrainer möglich Einsicht zu bekommen? Oder ist die Studie gar bereits veröffentlicht? Ich wäre über einen Link oder eine Kontaktadresse sehr dankbar.

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Lorenz Goldnagl

22.10.2015, 19:05

Ja, das würde mich auch interessieren!

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Lena Küssel

31.10.2015, 14:26

Ja, das würde mich auch brennend interessieren!

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