SPÖ Hietzing trauert um Hermine Moser

Die Hietzinger Regierungsrätin Hermine Moser ist am 29. August 2016 nach langer, schwerer Krankheit im 76. Lebensjahr verstorben.

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Foto: SPÖ Hietzing

SPÖ Hietzing trauert um Hermine Moser

01.09.2016

„Hermine Moser hat durch unermüdlichen Einsatz über Jahrzehnte hinweg die Nachkriegsgeschichte der SPÖ- Hietzing und auch der Wiener SPÖ in entscheidender Weise mitgeprägt. Hermi war eine faszinierende Persönlichkeit und ein unverzichtbarer Teil der SPÖ-Hietzing. Sie hat großartiges für Hietzing und seine Menschen geleistet und sich unentwegt für die Sorgen und Nöte der Menschen eingesetzt. In allen Ihren Funktionen war sie offen für die Anliegen, die an sie herangetragen wurden und hat in der ihr eigenen und unvergesslichen Art Ihre Ziele und Aufgaben mit Nachdruck, Hartnäckigkeit, aber auch mit großer Herzlichkeit verfolgt. Während meiner vierzigjährigen Tätigkeit in Hietzing habe ich sie als leidenschaftliche und durchaus streitbare Kämpferin für die sozialdemokratischen Grundwerte sehr geschätzt“, erklärte der Vorsitzende der SPÖ Hietzing, Gerhard Schmid am Dienstag.


Hermine Moser war von der Ausbildung diplomierte Sozialarbeiterin und Fürsorgerin und als Beamtin im Gesundheitsbereich der Stadt Wien tätig. Zuletzt hat sie als Oberamtsrätin das Tuberkulosereferat der Stadt Wien geleitet. Von Jugend an hat sich Hermi Moser politisch engagiert. Der Dienst an den Menschen war ihr eine Herzensangelegenheit. Sie war legendäre Vorsitzende der Sektion 1 der SPÖ Hietzing, Frauenfunktionärin und zuletzt viele Jahre lang Bezirksfrauenvorsitzende. Über Jahrzehnte gehörte sie bis zuletzt dem Bezirksparteivorstand an, darunter viele Jahre als stellvertretende Bezirksparteivorsitzende. Hermi Moser war Bezirksrätin und von 1997 bis 2000 Bezirksvorsteher-Stellvertreterin des 13. Wiener Gemeindebezirks. Dabei hat sie sich Anerkennung und Wertschätzung weit über den Rahmen der Partei hinaus erworben. Besonders geprägt wurde diese in Ihrer Funktion als Präsidentin des Kulturvereins Hietzing. Hermine Moser war darüberhinaus als Vizepräsidentin der Basis-Kultur Wien in zahlreichen Funktionen der Wiener Frauenarbeit sowie im Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen aktiv und bis zuletzt engagiert.

In Würdigung ihrer großen Verdienste haben ihr der Bundespräsident den Berufstitel „Regierungsrätin“ und das Land Wien das Goldene Verdienstzeichen verliehen.  Die SPÖ hat ihr mit ihrer höchsten Auszeichnung, der Victor-Adler Plakette für ihr Lebenswerk gedankt. Ihr antifaschistischer Einsatz wurde mit der Otto-Bauer-Plakette gewürdigt.

„Mit Hermi Moser verliert die Hietzinger Sozialdemokratie eine ihrer großen und zentralen Persönlichkeiten der jüngeren Geschichte. Sie hat Generationen von Funktionärinnen und Funktionären geprägt und großen Anteil an der Entwicklung der Sozialdemokratie. Ihr Wirken hat weit über unsere politischen Grenzen hinaus Anerkennung gefunden. Ihr Einsatz, ihr politisches Temperament und Hartnäckigkeit, aber auch ihre Herzlichkeit werden unvergesslich bleiben. Wir werden Hermi Moser stets in dankbarer und ehrenvoller Erinnerung behalten“, so Gerhard Schmid abschließend.



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