Nachwuchs bei den Faultieren

So herzig und so faul: Im Tiergarten Schönbrunn ist ein Zweifingerfaultier zur Welt gekommen.

Foto: Daniel Zupanc

Nachwuchs bei den Faultieren

15.12.2016

Mama Alberta lässt sich davon wahrlich nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat in den letzten Jahren jedes Jahr ein Jungtier bekommen und ist somit eine erfahrene Mutter. Da das Kleine ihren Bauch als Hängematte benutzt und sich im kuscheligen Bauchfell festklammert, sind erst jetzt die ersten Fotos gelungen. „Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß, aber man braucht noch etwas Geduld, um es zu sehen. Immer wieder hebt es sein kleines Köpfchen und man kann die schwarzen Knopfaugen erkennen“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Während Vater Einstein sein Faultier-Dasein genießt, säugt Alberta ihr Kleines, putzt es und zeigt ihm, wie man Salatblätter knabbert. Mindestens 14 Stunden am Tag döst die Faultierfamilie gemütlich vor sich hin. Im Alter von etwa einem halben Jahr wird das Jungtier anfangen, alleine auf einem Ast zu hängen. Erst dann haben die Tierpfleger die Möglichkeit zu erkennen, ob der Nachwuchs ein Männchen oder ein Weibchen ist. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Sie verbringen ihr Leben kopfüber in Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre langsame Lebensweise verbrauchen sie aber nicht viel.


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