Ganzheitliches Verkehrskonzept gefordert

SPÖ, Grüne und NEOS fordern für den Bezirk ein zukunftsweisendes Verkehrskonzept. Die FPÖ hält davon nichts.

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Ganzheitliches Verkehrskonzept gefordert

19.01.2018

Im Juni des vergangenen Jahres brachte die SPÖ Hietzing einen Antrag ein, der ein ganzheitliches Verkehrskonzept für Hietzing forderte. Aufgrund von großen Projekten, wie dem Ausbau der Verbindungsbahn, war sichtbar geworden, dass dieser wichtige Planungsbaustein bisher fehlt. Bvin-Stv. Matthias Friedrich (SPÖ): „Bei unserem Antrag ging es vorrangig darum, aufzuzeigen, dass es eine Vielfalt von Vorschlägen und Ideen für unseren Bezirk gibt. Diese gehören auf den Tisch gebracht, diskutiert und in weiterer Folge an die Stadt weitergeleitet.“

Unterstützung erfahren Friedrich und die SPÖ vom Klubobmann der Grünen, Alexander Groh, sowie NEOS-Bezirksrat Johannes Bachleitner. „Sich zurücklehnen, Vorschläge ablehnen und im Anschluss den Stadtverantwortlichen Versagen vorzuwerfen ist dürftig, vor allem aber bei einem essentiellen Thema wie dem Verkehr nicht zielführend“, so der Grüne Klubobmann. Für Johannes Bachleitner steht vor allem das Miteinander im Vordergrund: „Die Stadt Wien hat mehrfach betont, dass sie für ein Verkehrskonzept einen Vorschlag und ein definiertes Ziel aus dem Bezirk braucht. Es gilt, dieses von allen Fraktionen im Bezirk gemeinsam zu erarbeiten - gemeinsam für den Bezirk zu arbeiten.“

Verärgert zeigen sich die drei Vertreter der Fraktionen SPÖ, Grüne und NEOS auch über die Vorgehensweise in Bezug auf die Verbindungsbahn selbst: „Es erinnert ein wenig an Wasser predigen und Wein trinken“, so Klubobmann Groh bezogen darauf, dass die Partei der Bezirksvorsteherin noch im September mit allen Fraktionen gemeinsame Anträge verfasst hat, um den ÖBB Wünsche und „must-haves“ zu vermitteln. Einen Monat später aber hat sie plötzlich im Alleingang medial eine Nachdenkpause für das Projekt inszeniert. „Das Projekt ist aus heutiger Sicht eine Chance, aber auch durch viele Ungereimtheiten belastet. Wenn die ÖVP nun vom Projektförderer zum Projektverhinderer schwenkt, sollen die Protagonisten, allen voran Bezirksvorsteherin Kobald, dazu stehen und dies der Bezirksbevölkerung mitteilen, anstatt auf Zeit zu spielen“, so die drei Mandatare unisono.

Bezirksrat Bachleitner abschließend: „Ich wünsche mir einen Wettbewerb der Ideen für Hietzing, aus dem starke Konzepte entstehen können!“ In Richtung von ÖVP und FPÖ ergänzt BVin-Stv. Friedrich: „Lasst uns gemeinsam die Zukunft Hietzings gestalten!„

FP-Kasal: FPÖ-Nein zu rosarotgrüner SPÖ/Grün/Neos Allianz

„Die Befürworter der Hochtraße durch Hietzing zeigen ihr wahres Gesicht! Die SPÖ verhindert seit Jahrzehnten einen notwendigen S-Bahn-Ring von Heiligenstadt über die Vorortelinie, die Verbindungsbahn und den Hauptbahnhof bis Kaiserebersdorf oder sogar nach Donaustadt und winselt jetzt etwas von verkehrspolitischen Notwendigkeiten“, ist der Bezirksobmann der FPÖ-Hietzing, LAbg. Günter Kasal, verärgert über die aktuelle Verzerrung von Fakten durch die Bezirks-SPÖ, -Grüne- und -Neos. „Wen wundert da die Unterstützung durch die außerparlamentarische Opposition der Grünen oder Neos? Jedenfalls gilt meine Dankbarkeit diesen Parteien, die den Hietzingerinnen und Hietzingern zeigen, wie es überhaupt zu Planungen einer 12-15 Meter Hochtrasse quer durch Hietzing kommen konnte“, resümiert Kasal.

„Wir nehmen unsere verkehrspolitische Verantwortung aktiv wahr“, verweist auf Gespräche, die er bereits vergangene Woche mit dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Ing. Norbert Hofer, betreffend die Verbindungsbahn geführt hat. „Mein Dank gilt dem Verkehrsminister für sein Interesse und die zugesagte Unterstützung für die Realisierung einer verträglichen Lösung für die Anrainer“, so Kasal, der informiert, dass bereits in Kürze weitere Gespräche folgen würden.

Die FPÖ fordert eine Verbindungsbahn-Variante, die den Bezirk nicht in zwei Hälften teilt, die Lärmbelästigung minimiert und für die Anrainer das geringstmögliche Maß an Einschränkung bedeute. „Die FPÖ-Hietzing wird bis zuletzt für die Jahrhundertchance eines S-Bahnringes kämpfen“, verspricht Kasal abschließend.


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