Wenn eine Schwangerschaft glücklos endet

Fehl- bzw. Totgeburten kommen vor allem in der frühen Schwangerschaft immer wieder vor, weiß das St. Josef Krankenhaus zu berichten.

Foto: St. Josef Krankenhaus Wien

Wenn eine Schwangerschaft glücklos endet

14.05.2018

Neben einer guten medizinischen und psychologischen Betreuung ist nach dem Verlust eines ungeborenen Babys gezielte Trauerarbeit wichtig. Dazu gehört auch ein Ort, an dem man sich in Würde von seinem Kind verabschieden kann. Das St. Josef Krankenhaus Wien bietet dafür eine eigene Grabstätte am Hütteldorfer Friedhof. Diese wurde vor Kurzem noch erweitert.

Im St. Josef Krankenhaus Wien kommen pro Jahr rund 200 Kinder „still“ zur Welt. Für den Fall einer Fehl- oder Totgeburt steht dort ein interdisziplinäres Team an Ärztinnen und Ärzten, Hebammen sowie Vertretern von Pflege, Psychologie und Seelsorge zur Verfügung. „Wenn die Frauen zu uns kommen, befinden sie sich meist in einem Ausnahmezustand“, beschreibt Birgit Krenauer, Leitende Hebamme im St. Josef Krankenhaus Wien. Eine Fehlgeburt kündigt sich oft durch Blutungen oder Unterbauchschmerzen an; zum Teil wird der Tod des Embryos aber auch von den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen bei einer Routineuntersuchung entdeckt.
Die weitere medizinische Behandlung im Krankenhaus hängt von der Schwangerschaftswoche und der Größe des Kindes ab. Im St. Josef Krankenhaus Wien ist neben der medizinischen auch die menschliche Betreuung wichtig: „Wir versuchen, den Eltern den Abschied von ihrem toten Kind zu erleichtern“, beschreibt Hebamme Krenauer. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Eltern – gerade bei späteren Schwangerschaftswochen – ihr Kind ansehen, berühren oder auch halten können. Möchten sie das nicht, geben ihnen die Hebammen einen Fuß- und Händeabdruck sowie liebevoll gestaltete Fotos mit. „Im Nachhinein sind die meisten Betroffenen froh, dass sie sich auf diese Weise verabschieden konnten“, so Krenauer.

Ein Ort zum Trauern

Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm gelten als Fehlgeburt. Ihr Tod muss nicht gemeldet, und sie müssen nicht bestattet werden. „Auch bei einem frühen Stadium hilft es vielen Familien jedoch sehr, wenn sie einen konkreten Platz haben, an dem sie um ihr Kind trauern können“, so Kerstin Böhm. Als Seelsorgerin im St. Josef Krankenhaus hat sie schon viele Paare begleitet, die von ihrem ungeborenen Kind Abschied nehmen mussten. Um diese Trauerarbeit zu erleichtern, bietet das Ordensspital am Hütteldorfer Friedhof eine eigene Grabstätte für stille Geburten. Dort haben betroffene Eltern, die nach einer Fehl- oder Totgeburt im St. Josef Krankenhaus Wien betreut wurden, die kostenlose Möglichkeit, ihr Kind zu bestatten – unabhängig von Geburtsgewicht und finanziellen Möglichkeiten. Einmal im Quartal findet eine Urnenbeisetzung statt.

Die Grabstätte wurde im Jahr 2011 errichtet und nun, Anfang Mai 2018, nochmals erweitert. Für die weitere Erhaltung der Grabstätte sind Spenden gerne willkommen!

Spendenkonto: St. Josef Krankenhaus GmbH
Spendenzweck: BK
Raiffeisenlandesbank OÖ
IBAN: AT31 3400 0001 0262 9590


Für Unternehmer

8
Lernkurve - Nachhilfe und Lerncamps

Individuelle Lernangebote für Kinder

Jetzt kennenlernen

Gutschein

Probetraining

Fitnessbox

Gutschein drucken