Schönbrunner Christbaum als Überraschung für Elefanten

Es gab für die Elefanten im Tiergarten Schönbrunn eine besondere Überraschung: einen 18 Meter hohen Christbaum.

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Foto: Daniel Zupanc

Schönbrunner Christbaum als Überraschung für Elefanten

16.01.2020

Die Fichte aus dem Bundesforstbetrieb Wienerwald zierte kurz zuvor noch den Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn.

Die Dickhäuterherde – allen voran Leitkuh Tonga mit ihren beiden Töchtern Mongu und Iqhwa – ließ sich die Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan schmecken. Selbst die kleine Kibali begutachtete das nadelige Ungetüm neugierig. Während die Übergabe des Christbaums für die Schönbrunner Elefanten bereits Tradition hat, war der neue Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck erstmals mit dabei. „Viele nordische Tierarten haben natürlich auch Nadelhölzer auf ihrem Speiseplan. Dieser riesige Christbaum ist für unsere Elefanten aber vor allem eine ganz besondere Beschäftigung. Zuerst reißen sie die Zweige ab, dann schälen sie die Rinde herunter. Sogar als Kratzbaum wird er genützt. Mehrere Tage beschäftigen sich die Tiere immer wieder damit, bis zum Schluss nur noch der Stamm übrig bleibt“, so Hering-Hagenbeck.

Für die planmäßige Übergabe des Christbaums sorgten in bewährter Weise Experten des Forstamtes der Stadt Wien. Bereits um 8 Uhr fällten sie die 90 Jahre alte Fichte am Ehrenhof vor dem Schloß Schönbrunn. In mehrere Stücke zerkleinert wurde das nadelige Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) schließlich per LKW in den benachbarten Tiergarten transportiert. Mehr als eine Million in- und ausländische Marktgäste hat die Fichte in den vergangenen Wochen mit ihrem Anblick erfreut. „Die traditionelle Verfütterung stellt einen wunderschönen Abschluss für den Kultur- und Weihnachtsmarkt & Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn dar“, so Marktveranstalterin Gabriela Schmidle glücklich. ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager über die ungewöhnliche Win-Win-Situation: „Die Schönbrunner Elefanten haben die traditionelle Fichte zum Fressen gerne und wir freuen uns über eine artgerechte Nachnutzung des Weihnachtsbaumes!“

Neben dem großen Prachtstück kamen rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten in die Gehege. Bisons, Rentiere und Vikunjas ließen sich das grüne Reisig schmecken. Seit 2008 „recycelt“ Weihnachtsmarkt-Veranstalter MTS Wien die Bäume auf diese Weise.

Auch beim zweiten Weihnachtsmarktprojekt von MTS Wien in Niederösterreich war die Freude über den Leckerbissen groß. Der acht Meter hohe Christbaum, der an sechs Wochenenden den Schloss Hof Weihnachtsmarkt zierte, war im Handumdrehen von den im Gutshof lebenden Trampeltieren verputzt. Zur Verfügung gestellt wurde die Tanne von den Österreichischen Bundesforsten.


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