Corona-Krise in Ecuador

Die neu entwickelten Gesichtsschilder

Foto: UPS

Corona-Krise in Ecuador

08.04.2020

Jugend Eine Welt-Partneruni macht aus einem Beatmungsgerät zwei

Die „Universidad Politécnica Salesiana“ (UPS) setzt auf Solidarität mit den Armen und technische Innovation

Wien, 8.4.2020 - „Unser Volk sendet ein lautes SOS an die internationale Gemeinschaft. Die Behörden kommen mit der Situation nicht mehr zurecht, wir benötigen dringend internationale Unterstützung für Medikamente und medizinische Ausrüstung“, so Salesianerpater Marcelo Bravo, langjähriger Projektpartner der österreichischen Hilfsorganisation Jugend Eine Welt in Guayaquil. Die Hafenstadt kämpft seit Tagen gegen den Zusammenbruch des Gesundheitssystems, Leichen mussten in Kühlcontainern gelagert werden. Laut offiziellen Statistiken gibt es derzeit zwar „erst“ 3.747 Infizierte und 191 Todesfälle (Stand 7.4.), doch die Ansteckungszahlen steigen seit Tagen an, die Dunkelziffer ist hoch und es gibt viel zu wenige Tests. Die Jugend Eine Welt-Projektpartner sind überall im Land aktiv, um die weitere Verbreitung von Covid-19 einzudämmen und den Ärmsten der Armen beizustehen, die von der von der Regierung verhängten Ausgangssperre besonders hart getroffen sind.

Neues Ventil macht aus einem Atemgerät zwei
Auch die Salesianeruniversität UPS mit ihren drei Standorten in Cuenca, Quito und Guayaquil hat zahlreiche Hilfsinitiativen gestartet und trägt u.a. zur Verteilung von Essenspaketen bei. Am Uni-Standort Cuenca produzieren Professoren und Studenten mit 3D-Druckern neuerdings von zu Hause aus Gesichtsschilder. Diese werden an die Feuerwehr, das Rote Kreuz und das Gesundheitsministerium weitergegeben, die sie landesweit an Krankenstationen verteilen. Derzeit wird auch an der Errichtung eines „Desinfektionstunnels“ gearbeitet, der schon baldmöglichst die Wiederaufnahme des Uni-Normalbetriebs erlauben könnte. Besonders wichtig: Forscher der UPS haben ein Ventil entwickelt, dass es erlaubt, mit einem Beatmungsgerät zwei Patienten gleichzeitig zu beatmen. „Die Kosten für die Adaptierung eines Beatmungsgerätes betragen rund 160 Dollar. Ein Bagatellbetrag, um Leben zu retten! Mit ausreichender Finanzierung könnten wir rasch mindestens 200 der 800 in Ecuador vorhandenen Atemgeräte umbauen!”, berichtet UPS-Projektpartner Bernardo Salgado, der sich heute mit einem Hilferuf an Jugend Eine Welt wandte: „Wir wären euch ungemein dankbar, wenn ihr uns bei der Mittelbeschaffung helfen könntet, um diese Aktion zu unterstützen, die wir für ganz Ecuador erbringen und die in den kommenden Tagen zahlreiche Menschenleben retten könnte.” Mit Hochdruck arbeitet die Universität auch an der Entwicklung eines einfachen und rasch herstellbaren Beatmungsgerätes, damit mehr Leben gerettet werden können. Dabei kooperiert die UPS mit Hochschulen in Europa, um gemeinsam rascher zu Ergebnissen zu kommen.

Seit mehreren Jahren fördert Jugend Eine Welt den Ausbau der von ihrer Gründung her sozial ausgerichteten UPS über eine schon mehrfach erfolgreich aufgelegte Don Bosco Bildungs-Anleihe. „Wir freuen uns, wie kompetent und engagiert unsere Partneruniversität mit dieser Krisensituation umgeht“, so Jugend Eine Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer. „Wieder einmal beweist sich die Leitlinie der Uni - Solidarität mit Menschen in Not und tatkräftige Nächstenliebe im Sinne Don Boscos – im täglichen Leben. Danke an alle Investoren, Spender und Förderer, die bereit sind, Ecuador und die UPS in diesen schwierigen Tagen zu unterstützen.“


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