Nadelige Neujahrsüberraschung für Schönbrunner Elefanten

Unsere Dickhäuter freuten sich über Fichte der Bundesforste

Foto: Daniel Zupanc

Nadelige Neujahrsüberraschung für Schönbrunner Elefanten

11.01.2021

Trotz Absage des Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn und Lockdown übergab heute Vormittag die Veranstalterin des Schönbrunner Weihnachtsmarktes eine nadelige Neujahrsüberraschung an die Afrikanischen Elefanten im benachbarten Tiergarten: einen 18 Meter hohen Christbaum. Die Fichte aus dem Bundesforstrevier Mürzzuschlag in der Steiermark war kurz zuvor noch strahlender Mittelpunkt am Ehrenhof vor dem Schloss Schönbrunn – wenngleich im Corona-Jahr ohne Marktkulisse. „Traditionen gehören bewahrt – auch in schwierigen Zeiten“, erklärt Marktveranstalterin Gabriela Schmidle (MTS Wien) glücklich darüber, den Jahresbeginn mit der traditionellen Christbaum-Verfütterung begehen zu können.

Die sechsköpfige Herde freute sich über die willkommene Abwechslung. Elefantenmädchen Kibali war heuer bereits viel mutiger und probierte an der Seite ihrer Mutter Numbi als Erste den nadeligen Snack. Während das nadelige Frühstück für die Elefantenkühe bereits Tradition hat, war es für den Bullen Tembo eine neue Erfahrung. Der viereinhalb Tonnen schwere Elefant ergänzt erst seit November vorigen Jahres die Herde in Wien. „Dieser riesige Christbaum beschäftigt unsere Elefanten über Tage. Zuerst reißen sie die Zweige ab, dann schälen sie die Rinde herunter, bis zum Schluss nur noch der Stamm übrigbleibt. Sogar als Kratzbaum wird er genützt. Große Stoßzähne, wie sie Tembo mitbringt, sind da natürlich hilfreich“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.

Für die planmäßige Übergabe des Christbaums sorgten in bewährter Weise Experten des Forstamtes der Stadt Wien. Bereits um 8 Uhr fällten sie die 118 Jahre alte Fichte am Ehrenhof vor dem Schloss Schönbrunn. In Stücke zerkleinert wurde das nadelige Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) schließlich per LKW in den benachbarten Tiergarten transportiert. Trotz der coronabedingten Absage des Kultur- und Weihnachtsmarktes Schloß Schönbrunn hat die Fichte in den vergangenen Wochen mit ihrem Anblick zahlreiche Wienerinnen und Wiener erfreut. „Ich bin glücklich, dass wir so ein wenig Weihnachtsstimmung verbreiten konnten und blicke voller Zuversicht ins neue Jahr“, so Schmidle. Seit 2008 wird der Baum auf diese Weise „recycelt“.


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